2011-02-02

Livescribe Echo Smartpen - Test for Starters

Smartpen Ein anscheinend gewöhnlicher Kugelschreiber, welcher Sensoren beinhaltet, die alles Geschriebene digitalisiert an einen PC übertragen können. Der hier vorgestellte Smartpen 'Echo' von Livescribe ist ein ganz Besonderer seiner Art.

Sollten Sie Besitzer des Vorgängermodells Livescribe Pulse sein, interessiert Sie vielleicht eher dieser Beitrag, in dem der neue Echo gegen den Pulse antritt.

Der Echo speichert zunächst ohne mit einem PC verbunden zu sein alle Mitschriften. Beim Schreiben gibt es keine Umstellung, denn die Aufzeichnung geschieht äußerst präzise. So muss man sich beim Schreiben nicht nach dem Smartpen richten, sondern dieser richtet sich nach den Gewohnheiten des Users. Dazu erfasst eine winzige Infrarotkamera bei jeder Bewegung das auf dem Spezialpapier aufgedruckte Punktraster und bemisst daraus in einer unvorstellbaren Genauigkeit jede Bewegungsänderung. Das Papier selber ist gar nicht so 'spezial'. Lediglich ist das eben erwähnte Punktraster aufgedruckt, jedoch so fein, dass es für das menschliche Auge kaum wahrnehmbar ist.

So richtig genial erweißt sich aber das Feature, dass der Smartpen auch Audio-Daten aufzeichnet. Was zunächst unnütz klingt, birgt gewaltiges Potential. Denn alles Gesprochene wird interaktiv mit dem Schriftbild verknüpft. So kann man mit dem Stift (der neben dem Mikrofon auch einen Lautsprecher besitzt) oder später am PC einfach auf eine beliebige Stelle der Aufzeichnungen klicken und hört die Aufzeichnung sekundengenau zu dem Punkt. Nun aber genug der Theorie, schauen wir uns den Smartpen doch einfach einmal an.

Ganz neu geliefert wurde mir ein 4GB Livescribe Echo von dem Bildungs-Store 1edu.de. Auch wenn es den Smartpen bei 1edu.de schon ab 169 € gibt (und die Investition lohnt sich, glaubt mir!), stellt man so einige Erwartungen. Und diese fangen bei Zubehör und Verarbeitung an. Werfen wir einen Blick auf den Inhalt des netten Kartons, erblickt unser Auge eigentlich alles, was man für einen begeisterten Einsteig braucht.


Neben dem Smartpen selber, welcher schon mit einer Kugelschreibermine mit schwarzer Tinte ausstaffiert ist, finden wir noch folgendes:
  • eine zweite Mine zum Austausch
  • ein Mini-USB Kabel zur Verbindung mit dem PC
  • eine Verschlusskappe und noch eine extra als Ersatz
  • eine interaktive (!) Bedinungsanleitung (der Smartpen hat ja einen Lautsprecher, über welchen er auch vorlesen kann)
  • eine Broschüre für weitergehende Tips und Tricks
  • ein erstes 50 Seitiges Starter-Notizbuch
Bedienung
Dafür das der Smartpen eine ganze Menge Technik beinhaltet und Optisch daher etwas größer ausfällt als ein gewöhnlicher Kugelschreiber, liegt er doch überraschend gut in der Hand - wenn nicht sogar sehr angenehm. Er ist insgesamt leicht und verlagert sein vorhandenes Gewicht mehr nach hinten, sodass der ergonomische Schaft angenehm zwischen Daumen und Zeigefinger liegt. Der satinierte Gummi fühlt sich warm und geschmeidig jedoch starr genug an, um die volle Kontrolle über das Schriftbild zu behalten.

Das Benutzerhandbuch ist sehr knapp, was aber für den Stift spricht. Faktisch kann man sofort loslegen und braucht sich kein Wissen anzueignen. So kurios das klingt, aber der Stift funktioniert einfach, als würde man schon Jahre damit umgehen. Genau gesagt teilt sich das Handbuch in zwei kurze Teile. Ein kurzes Setup für Sprache, Links- oder Rechtshänder sowie Datum und Uhrzeit...


... sowie die interaktive Anleitung, welche aus vier schmalen Seiten besteht und einfach Spaß macht.



Anschließend kann es auch sofort losgehen mit produktiver Arbeit - ran ans Schreiben!

Es funktioniert
Was nicht bei jeder Soft- oder Hardware der Fall ist und auch immer mit in Betracht gezogen werden sollte, ist die Usability bei der Zusammenarbeit mit dem PC. Als Testsystem dient ein Windows 7 64-Bit Professional System. Auch hier gibt es positiver Weise nicht viel mehr zu sagen, als die im Handbuch beschriebene Software zu installieren, den Smartpen anzuschließen, zu registrieren und ein erstes Update zu machen.



Die Software lässt sich problemlos installieren, der Stift wird erkannt und der Nutzer durch ein paar wenige Dialoge geführt. Anschließend sieht man übersichtlich seine Notizbücher (also das erste Starter-Notebook) sowie alle darin beschriebenen Seiten verwaltet. Auch dient die Software als Arbeitsplattform, also zum Nachlesen und reinhören in die eigenen Pencasts (= Bild & Ton). Ein absoluter Pluspunkt der Software ist die Textsuche im eigenen Schriftbild. Als Informatiker und 10-Finger-Tastaturhacker will ich nicht behaupten, dass meine Handschrift von bemerkenswerter Qualittät und Lesbarkeit ist. So war ich erstaunt, dass die Suche mir doch recht präzise Ergebnisse liefert.

Die Aufzeichnungen können zudem zu eigenen Kollektionen zusammengestellt werden und - auch ein besonderes Feature von Livescribe - aus der Software heraus als Pencast verteilt werden. Per E-Mail, als Link zum Livescribe-Server auf dem die Pencasts veröffentlicht werden oder gleich bei Facebook.

Was nutzen viele Worte, wenn man kein wirkliches Ergebnis zu Gesicht bekommt? Da die Veröffentlichung von Pencasts so kinderleicht ist, wage ich es auch hier meinen ersten Echo-Pencast zu präsentieren - sozusagen als Ergebnis des ersten Tests:

Echo_first_page
brought to you by Livescribe

Fazit
Mit seinen Erwartungen beim Kauf wird man vom Auspacken und den ersten Gehversuchen, aus denen schnell Freudensprünge werden, nicht enttäuscht. Der optische und haptische erste Eindruck verspricht Qualität und lange Freude mit dem Smartpen, der Umgang ist überraschend einfach und die Resultate sind überzeugend. Wenn ich als Student überlege, dass ich jede Vorlesung wenn möglich nur einmal besuchen will und daraus den größten Nutzen ziehen möchte, ist mir der Echo sein Geld echt wert. Auch beim Aufarbeiten von Business-Meetings hat man die Nase stets vorne, was den Chef freut - ob man nun Mitarbeiter oder selber Chef ist. Nicht zuletzt vergrößert sich auch einfach die Freude am Arbeiten. Zu haben ist der Echo mit 4GB inklusive allem genannten Zubehör schon ab 169€.

1 Kommentar:

Ismet Ertan hat gesagt…

Hi,

ich interessiere mich diesen Artikel. Könntest du mir sagen was man(ich) für den Anfang so bräuchte? Kannst du mir einen Rat geben?
Papier download? Vorgedruckte? Kannst du mir bitte diese Downloadseite mitteilen. Danke!

Danke im voraus und schöne Weihnachtsfeiertage.
Ismet Ertan